Tierschicksale

Startseite · Pflegestellen · Katzenvermittlung · Zugelaufen/Entlaufen · Patenschaften · Schwerpunkt Streuner · Aufzucht von Katzenbabys · Todesfallen Kippfenster und Co · Tierschicksale · Regenbogenbrücke · News · Presse · Impressum · E-Mail

Katze Rosi

Katzenleben mit Handicap

Rosi war gerade mal 5 Wochen alt, als sie von einer Dame auf einem Parkplatz gefunden wurde. Sie war sehr schwach und die Dame brachte sie gleich in die Tierarztpraxis. Die Tierärztin sah für das Katzenbaby noch eine kleine Chance und übergab es am 25. Oktober 2014 in die Pflegestelle der Katzenhilfe Bramsche.

3 Monate war Rosi in unserer Obhut. Sie hat sich regelrecht ins Leben gekämpft. Zwei Schritte vor, einen zurück. Einige Wochen war sie unser Sorgenkind.

                           

Dann ging es bergauf. Das kleine Kätzchen fing an zu spielen, war voller Lebensfreude und hat sich gut entwickelt. Wir haben die kleine süße Rosi in dieser Zeit sehr in unser Herz geschlossen.

Im Januar 2015 hat Rosi ein liebevolles Zuhause in Damme als Wohnungskatze gefunden. Wir haben die Familie über Rosis Herzfehler und auch über die ganze vorhergehende Krankengeschichte informiert. Auch wenn Rosi vielleicht nicht so alt wird wie andere Katzen, haben sie sich ganz bewusst für Rosi entschieden und sie zu sich genommen.  

Das neue Frauchen erzählt uns weiter aus Rosis Leben:

 „In einer späteren kardiologischen Untersuchung bestätigte sich leider, dass sich Rosis Herzklappe nicht vollständig öffnet und schließt. Rosi muss für den Rest ihres Lebens täglich eine Herztablette nehmen. Als wenn das nicht genug wäre, wurde bei ihr eine Ataxie (Störung der Beweglichkeitskoordination) festgestellt. Sie schüttelt dann unkontrolliert den Kopf und kann das Gleichgewicht nicht halten. In solch einem Moment ist es dann passiert. Rosi ist bei so einem Schütteln im Treppenhaus aus der Höhe von ca. 2 m auf einen Blumentopf gefallen. Dabei brach sie sich das rechte Vorderbein. Trotz aller Bemühungen und Behandlungen blieb ihr Beinchen krumm. Rosi muss dann später nochmals gestürzt sein und hat sich dabei auch noch das linke Bein gebrochen.

Von nun an ist das Laufen für Rosi nicht mehr so einfach, doch sie ist ein Kämpfer und kam damit auch ganz gut zurecht.

Als Rosi wohl eines Nachts vom Küchentisch sprang, hat sich der Bruch ihres rechten Beines verschoben und durch die Haut gebohrt. Man konnte ein Stück vom Knochen sehen. Der Tierarzt konnte leider nicht viel machen, denn aufgrund ihres Herzfehlers hätte sie eine Operation wohl nicht überlebt. Also haben wir alles versucht, damit die Wunde auch ohne Operation wieder heilt. Viele Verbände und eine eigens für Rosi genähte Bandage brachten nicht die Lösung.

Es wollte einfach nicht heilen. Dann ließen wir Rosi schweren Herzens mit einem Halskragen laufen und haben das Beinchen ohne Verband gelassen und es mehrmals täglich in Kamillentee gebadet. Das war das Beste was wir tun konnten. Luft und Kamillenteebäder. Ganz langsam, nach und nach, schloss sich die Wunde. Jetzt ist alles bestens verheilt, aber es hat lange gedauert.     

In dieser Zeit haben wir zusammen mit dem Tierarzt Rosi auch gut beobachtet. Wir haben genau hingeschaut ob Rosi in ihrem Leben noch Lebensqualität hat. Und wir waren alle der Meinung, dass Rosi mit ihren Beinen und der Ataxie ganz gut leben kann. Sie ist im ganzen Haus unterwegs, besucht die Kinder oben in ihren Zimmern und legt sich sehr gerne zu ihnen. Rosi wird von der ganzen Familie geliebt und führt trotz Handicap ein ganz normales Katzenleben.

 

Sie selbst liebt es, die Vögel durch die Scheibe der Terrassentür zu beobachten. Auch Spielen und Kuscheln fordert Rosi ein.

Einmal im Jahr geht sie zur Kontrolle zum Herzultraschall und bis jetzt ist alles stabil geblieben.

Jeden Abend, wenn es im Haus still wird, liegt Rosi bei ihrem Frauchen auf dem Sofa. Dann wird geschmust, gebürstet und gekuschelt.

Ich als Rosis „Mama“ möchte sie nicht missen. Ich werde alles dafür tun, dass sie trotz Krankheit und Handicap ein schönes Leben bei uns hat.“

Die ganze Familie ist der Katzenhilfe Bramsche inzwischen freundschaftlich sehr verbunden und so erreichen uns immer wieder Bilder und kleine Nachrichten von Rosi.

Ihr Frauchen hat im letzten Jahr im Haus einen Raum als Pflegestelle eingerichtet und nimmt Kätzchen von der Katzenhilfe auf und versorgt diese bis zur Vermittlung.

Nachsatz der Katzenhilfe Bramsche:

Rosi ist am 15. August 2018 in den Armen ihres Frauchens an Herzversagen gestorben. Ihre Familie ist sehr, sehr traurig.

Wir auch.  

 

 

 

 

Katzenbaby aus dem Motorraum eines Autos befreit

Die Katzenhilfe Bramsche, die Polizei und viele Helfer im Einsatz

Am Samstag, den 23. 06. 2018 hörten Passanten auf dem Parkplatz hinter der Martini-Apotheke in Bramsche aus einem parkenden Auto die lauten Klagerufe eines Katzenbabys.

Anwohner informierten die Polizei und diese rief die Katzenhilfe Bramsche auf den Plan und ermittelte den Fahrzeughalter.

Doch als dieser den Motorraum seines Fahrzeugs öffnete, schlüpfte das kleine Kätzchen blitzschnell von unten weg und verschwand im Motorraum eines anderen parkenden Autos. Das ganze wiederholte sich noch ein paar Mal und so hielt die kleine ängstliche Katze die Katzenhilfe und die vielen helfenden Passanten in Atem.

Dann endlich nach 2 Stunden und dem 5. Auto konnte das ängstliche Katzenbaby, mit der ganz schlanken Hand einer helfenden Passantin vorsichtig aus dem Innern eines Radkastens gezogen und von der Katzenhilfe in Obhut genommen werden.

Die Autofahrer, die in dieser Zeit nicht wegfahren konnten, zeigten sich ganz gelassen. Sie waren alle nur um das Wohl des kleinen Tigers besorgt.

   

 

 

Sie befindet sich jetzt in einer Pflegestelle der Katzenhilfe Bramsche e.V. und wir nennen sie ELLA.

Alle Fotos: Katzenhilfe Bramsche e.V.



                                            

 

 

 

Die Katzenhilfe Bramsche dankt allen Helfern ganz herzlich.

Ein Anwohner berichtete, dass Kätzchen wäre wohl schon am Morgen, mit einem Fahrzeug aus der Gartenstadt, im Motorraum sitzend, auf dem Parkplatz angekommen.

Das handzahme, schwarze Kätzchen hat an diesem Tag vermutlich seine Mama und seine Geschwister verloren, die Odyssee aber wohlbehalten und ohne Verbrennungen überstanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hoffen muss man

Im Spätsommer 2017 erhielten wir einen Hinweis, dass eine größere Katzengruppe schlecht versorgt in einem Gartenhaus gehalten wurde.

Noch am gleichen Tag fuhren wir hin und sahen das ganze Dilemma.

Da lebten auf einem Hof in einem Gartenhaus 10 Katzen ohne Freigang. Die Hütte hatte ein Fenster und auf den ersten Blick war die Versorgung mit Trockenfutter, Wasser und Katzenklos gewährleistet. Aber das war es dann auch.

Sofort machten wir uns auf diese Suche nach dem Katzenhalter und erfuhren nach und nach die ganze Geschichte.

Eine junge Frau, die nicht aus Bramsche kam, hatte bereits 5 Katzen. Dann hat sie ihrer Nachbarin, deren Kind wohl unter einer Tierhaarallergie litt, geholfen und ihr 5 weitere Katzen abgenommen.

Nun hatte sie 10, und dann verlor sie ihre Wohnung.

Sie brachte ihre Tiere auf dem Hof bei ihrem Kumpel in Bramsche im Gartenhaus unter und  zog selbst vorübergehend zu ihren Eltern. Da sie kein Auto hatte und 25 Kilometer von Bramsche entfernt wohnte, war sie immer darauf angewiesen, dass ihr Kumpel sie abholte und zu ihren Tieren brachte.

Sie erzählte uns, dass sie in ein paar Wochen zu ihrem Freund in den Osten ziehen will. Ihre 10 Tiere will sie zu ihrem neuen Partner mitnehmen. Der freut sich schon. Sich trennen und abgeben würde sie die Katzen, die sie alle liebte, auf gar keinen Fall. Da halfen auch alle guten Worte nichts.

 

Also boten wir ihr erstmal hier unsere Hilfe an. Wir richteten das Gartenhaus, mit Erlaubnis des Hofbesitzers, katzengerechter her und versorgten die Tiere 2 x täglich.

Sehr schnell schlossen wir sie immer fester in unser Herz und der Gedanke daran, was ihnen da bevorsteht, war fürchterlich.

Die 5 älteren Tiere waren bereits kastriert, die anderen 5 waren noch unkastriert.

 Dieses feine Kätzchen, das wir Mona nannten, war fast ein Jahr alt. Wir ließen sie kastrieren.

Für die 4 Kleinen hatte Mona die Mutterrolle übernommen und sich ganz rührend um sie gekümmert. Es war einfach allerliebst anzusehen.

Für die Kastration waren die 4 mit 12 Wochen leider noch zu jung.

Nun rückten der Umzug und der Abreisetag immer näher. Wir hatten einfach keine Handhabe, die Katzen hier festzuhalten. Alle Gespräche mit der jungen Frau nützten nichts, sie bestand darauf, alle 10 Tiere mitzunehmen. Schweren Herzens stellten wir ihr Transportboxen von der Katzenhilfe zur Verfügung, die sie beim nächsten Besuch wiederbringen wollte. 

Dann gaben wir der jungen Frau unsere Telefon-Nummer und nahmen ihr das Versprechen ab, dass sie sich sofort bei uns meldet, wenn sie mit ihren Kätzchen in Not gerät.

Wir waren hilflos und traurig. Doch die Karawane zog los. Zu gern hätten wir die Tiere beschützt, sie zu uns genommen und sie nach und nach in gute Hände vermittelt.

So blieben sie in unseren Gedanken, und wir hofften immer, dass es ihnen gut geht.

Am Silvestertag bekamen wir einen Anruf von der jungen Frau, und sie erzählte uns, dass sie mit ihren Tieren wieder in Bramsche angekommen ist.

Sie hatte ihren Freund im Osten verlassen und wohnte jetzt erst mal bei ihrem Kumpel mit auf dem Hof. Die Tiere sind dort in einem Schuppen untergebracht, da der Hofbesitzer das Gartenhaus inzwischen gereinigt hatte und dieses nicht wieder zur Verfügung stellen wollte.

Die Unterbringung war diesmal keineswegs katzengerecht. Wir sprachen mit dem Hofbesitzer und erhielten die Zusage, dass die jungen Leute das Gartenhaus wieder für die Tiere nutzen durften. Einen Tag später halfen wir ihnen dabei, es erneut für die Katzen herzurichten und siedelten die Tiere gemeinsam um.

Im Januar ließen wir die 4 Kleinen, die jetzt auch alt genug waren, kastrieren.

 

                       

Die Bereitschaft, einige der Tiere in unsere Pflegestelle abzugeben, war nach wie vor nicht da.

Aber nun waren sie erst mal wieder hier, und wir hofften weiterhin auf eine gute Lösung.

Wieder schauten wir regelmäßig  nach den Katzen und sorgten dafür, dass es ihnen an nichts fehlte. In den nächsten Tagen sollte ein Ausschnitt ins Gartenhaus gesägt werden, so dass sie auch Freigang bekommen. So weit, so gut.

Am Sonntag, den 28. Januar rief uns die junge Frau weinend an und erklärte,  dass sie aus der  Wohngemeinschaft auf dem Hof rausgeflogen ist, und dass sie noch am gleichen Tag, zusammen mit ihren Katzen, gehen muss.

Wir rieten ihr, dass sie ihre Eltern anruft. Sie durfte wieder nach Hause kommen und hatte die Erlaubnis, 5 Katzen mitzubringen. Sie nahm ihre älteren Tiere, die sie zuerst hatte, mit. Von ihnen wollte sie sich auf gar keinen Fall trennen.

Die 5 Jungkatzen, die sie von der Nachbarin übernommen hatte, holten wir noch am gleichen Nachmittag aus dem Gartenhaus ab und brachten sie in zwei Pflegestellen von uns. Weinend gab sie ihre Tiere frei.

Nun sollten die kleinen Kätzchen, die in ihrem kurzen Leben schon eine richtige Odyssee hinter sich gebracht hatten, erst mal zur Ruhe kommen.

Es waren ganz wundervolle Tiere, und sie gewöhnten sich sehr schnell bei uns ein.

Nach und nach fanden wir für jedes von ihnen ein neues, liebevolles Zuhause mit Freigang.

Ganz zum Schluss, im April 2018, hat dann auch Mona ihren Platz gefunden.

Noch einmal mussten wir von den kleinen Herzen Abschied nehmen. Doch diesmal wussten wir, dass ihr Weg in eine schönere Zukunft führt.

 

 Brownie   Mona      Sunny        Mausi     Nasi

           

 

Die junge Frau meldet sich noch von Zeit zu Zeit bei uns. Dann schreibt sie uns von ihren Katzen und versichert uns, dass es ihnen gut geht.

Das hoffen wir.

 

Aus Liebe freigegeben 

Anfang Februar 2018 riefen uns Leute aus Sögeln an: " Bei uns ist 'mal wieder eine Katze zugelaufen. Wie ihr wisst, haben wir schon 3 eigene Katzen und wollen eigentlich keine weitere dazu. Kommt doch mal gucken. Vielleicht können wir ja gemeinsam herausfinden, wo das Tier hingehört."

Als wir kamen, trafen wir dort einen handzahmen, kastrierten Kater an. Leider war er nicht gekennzeichnet, und leider war er auch viel zu dünn.

Besorgt nahmen wir ihn mit in die Pflegestelle, stellten ihn unserem Tierarzt vor und starteten eine Suchaktion nach seinen Besitzern.

                             
 

Scheinbar gesund, aber viel zu dünn, so lautete die Diagnose beim Tierarzt. Also ließen wir ihn chippen und päppelten ihn in der Pflegestelle auf.

Nach einiger Zeit zeigte uns der sonst liebe Kater sehr deutlich, dass ihm das Leben drinnen so auf keinen Fall genügte. Das ging soweit, dass er seine Pflegemama auch angegriffen hat. Mal zwickte er ihr ins Bein, und dann biss er ihr auch noch während des Streichelns tüchtig in die Hand. Er wollte einfach raus.

Wir verstanden seine Zeichen und überlegten nicht mehr sehr lange. Die Menschen, bei denen er zugelaufen war, würden ihn auch weiter versorgen. Dort konnte er im Gartenhaus und auch Draußen leben. Das würde ihm hoffentlich besser gefallen. Es      war inzwischen Mitte März und auch nicht mehr so sehr kalt.

Er wurde gegen Parasiten behandelt und hatte auch sehr gut zugenommen. Wir ließen ihn noch bei TASSO registrieren, und dann brachten wir ihn wieder in sein selbst gewähltes Zuhause nach Sögeln zurück. Hier hatten wir das Gefühl, dass die tierliebe Familie sich sogar sehr über seine Rückkehr freute.

                 

 

Wir sorgten für Futter und blieben in Verbindung.

Ende März kam abends ein Anruf: "Hallo, sie haben unseren Kater Frodo bei sich. Wir haben ihn auf ihrem Flyer im Supermarkt erkannt." Und dann erzählten sie:

"Wir sind im Dezember 2017 aus Vörden nach Sögeln gezogen. Am Umzugstag ist unser Kater Frodo in Sögeln ausgebüxt und seit dem Tag vermissen wir ihn."

Noch am gleichen Abend haben sie Frodo aus seinem selbst gewählten Zuhause abgeholt.

Damit er sich in seinem neuen Zuhause eingewöhnt, behielten sie in drinnen. Eine Woche war alles gut und die Familie war sehr glücklich. Dann ließen sie versehentlich die Haustür auf und Frodo nutzte die Gelegenheit. Draußen traf er auf den Nachbarshund und ohne sich auch nur einmal umzuschauen lief der Kater auf und davon.

Wieder begann eine große Suchaktion. Wo ist Frodo? Hoffentlich hat er sich nicht auf den Weg in sein altes Zuhause nach Vörden gemacht.

Und sicherlich ahnen Sie schon, was als nächstes kommt. Aber bitte gedulden Sie sich noch etwas.

Es vergingen nämlich noch Wochen und dann endlich Anfang Mai kam er wieder in seinem selbst gewählten Zuhause in Sögeln an. Hier begrüßte er die Familie sofort, war äußerst zutraulich und ließ sich sogleich nieder.

Wir informierten seine eigentliche Familie darüber und alle wollten, dass Frodo glücklich wird.

Frodo hat gewählt.

Nun soll er sich bei der neuen Familie erst mal richtig eingewöhnen. Seine alten Besitzer wollen ihn dort nicht wieder wegreißen. Wenn er sich eingelebt hat, dann haben sie die Hoffnung, dass Frodo pendelt und sie von Zeit zu Zeit auch mal besuchen kommt. Immerhin waren sie 5 Jahre lang seine Familie und haben ihn sehr geliebt.

Viele Katzen haben zwei Zuhause und diese Möglichkeit hat Frodo nun auch.

Aus lauter Zuneigung und schweren Herzens haben sie ihren geliebten Kater losgelassen.

Das ist wirklich eine schöne Geschichte.

Die Familien stehen telefonisch in Verbindung und wann immer sie wollen, dürfen sie Frodo natürlich in seinem neuen Zuhause besuchen.  

Und wir schauen auch weiterhin nach ihm.

 

 

                                            
 

 

Sjors wieder sicher an Bord

Katze von Holländischen Binnenschiffern am 23.01.2017 in Bramsche entlaufen

Am 07. 02. 2017 erhielten wir von einer Familie in der Hafenstraße in Bramsche die Nachricht, dass ihnen eine Katze zugelaufen ist.

Verzweifelt bat uns die Frau um Hilfe, da sie das Tier wegen einer Tierhaarallergie nicht füttern und nicht aufnehmen könne.

Die Frau war sehr aufgeregt und erzählte uns, dass die Katze nun schon 3 Tage ohne Futter vor ihrer Haustür oder der Fensterbank ausharrt. Sie geht nicht weg. Sie habe deswegen schon stundenlang herumtelefoniert und könne einfach keine Hilfe finden.

Eine Bekannte habe ihr jetzt die Nummer der Katzenhilfe Bramsche gegeben.

Wir versprachen ihr unsere Hilfe und machten uns auf den Weg.

Als wir vor dem Haus ankamen, sahen wir das zarte schwarz/weiße Kätzchen, wie es sich unter dem Treppenabsatz vor uns versteckte.

Wir haben sie aufgenommen und gleich in die Pflegestelle gebracht.

 

Leider war die Katze nicht gechipt oder tätowiert. Wohl aber sahen wir einen kahl rasierten Bauch und eine längere Narbe. Nun hatten wir die Hoffnung, dass man sie in einer Tierarztpraxis in Bramsche kennt. Also nahmen wir sie am nächsten Morgen in die Box und stellten sie in den Tierarztpraxen vor. Leider konnte sie keiner zuordnen. 

Auch die Anrufe bei allen Tierärzten in der Umgebung brachten uns kein Stück weiter.

Da sie wohl tagelang nichts gefressen hatte, war sie völlig ausgehungert, konnte aber leider keine Nahrung mehr drin behalten. Wir ließen sie beim Tierarzt untersuchen und gegen Brechreiz behandeln. Dann versorgten wir sie mit Schonkost bis ihr Magen sich beruhigte. Schon bald konnte sie wieder richtig Futter aufnehmen und fraß nun mit gutem Appetit. 

Gleichzeitig hängten wir Flyer in den Tierarztpraxen und Geschäften in Bramsche aus und setzten sie als Fundtier in die Zeitung. Leider erst mal ohne Erfolg.

Am 17. 2. 2017 kam der Anruf, der uns sehr zu Herzen ging:

Hallo, wir sind holländische Binnenschiffer. Bitte, vielleicht haben Sie unsere schwarz/weiße Katze.

Wir haben sie bei unserer Ankunft in Bramsche zum Tierarzt gebracht, damit er schaut, ob ihre Narbe am Bauch gut verheilt ist. Dann haben wir Sjors wieder aufs Schiff gebracht und schnell einen Einkauf bei Famila gemacht. Leider hatten wir ein Fenster nicht gut geschlossen und Sjors ist uns entlaufen.

Wir haben den ganzen Tag alles nach ihr abgesucht. Wegen Termingut mussten wir dann leider schweren Herzens ohne unsere kleine Katze ablegen.

Heute sind wir wieder in Bramsche und haben erneut alles nach ihr  abgesucht. Dabei haben wir beim Tierarzt ihren Flyer gesehen. Das Foto und die Beschreibung passen ganz genau. Unsere kleine Katze hat einen kahl rasierten Bauch. Sie wurde im Januar operiert und hat eine längere Narbe am Bauch.

Bitte können Sie unsere Katze noch eine Woche in Obhut behalten. Es ist schon spät und wir haben wieder Termingut geladen. Wir müssen jetzt leider ablegen. In einer Woche sind wir wieder in Bramsche, dann holen wir sie bei ihnen ab.

Wir sind jetzt schon überglücklich und freuen uns, wenn sie in der nächsten Woche wieder bei uns an Bord ist. Wir beeilen uns.“

 

In der Zwischenzeit ließen wir Sjors vorsorglich beim Tierarzt chippen und bei TASSO registrieren. Sicher ist besser.

Am 23. 02. 2017 rief Frau v.d.Vlist an und sagte uns, dass sie in 2 Stunden in Bramsche anlegen.

Obwohl es in Strömen regnete und sehr windig war, wollten sie Sjors mit dem Fahrrad aus der Pflegestelle abholen.

Das haben wir natürlich nicht zugelassen. Punkt 15.00 Uhr haben wir das kleine Kätzchen zum Schiff gefahren. Zu gern wollten wir sehen, wie Sjors dort lebt.

Frauchen und Herrchen standen schon draußen und haben uns winkend erwartet.

Sie haben uns aufs Schiff eingeladen und ihre Katze überglücklich in die Arme geschlossen. Vor lauter Aufregung musste die kleine Sjors bei der Ankunft erst mal aufs Katzenklo.

Wir haben zusammen gelacht und uns dann nach einer Stunde zufrieden verabschiedet.

 

Frauchen sagte überglücklich: „Ich hätte nicht mehr geglaubt, dass wir sie wiederfinden.

Wir machen mit Sjors im Geschirr immer kleine Landausflüge.

Wahrscheinlich hat es ihr nicht gefallen, dass sie an diesem Tag nicht mit zu Famila durfte und hat sich allein auf den Weg gemacht.  Jetzt passen wir besser auf“.

 

Am nächsten Tag ging die Reise für sie weiter nach Rotterdam.

Tschüss kleine Holländerin „Sjors“ und allzeit gute Fahrt.

Ganz bewegt sind wir auch nach Hause gefahren.  






 

 

 

Die Katze Lorie war 3 Jahre und 5 Tage von Zuhause fort

 

Am 10. Januar 2017 ist die Katze Lorie nach 3 Jahren und 5 Tagen wieder heimgekehrt.

 

Im Dezember 2016 ist sie bei einer Familie in Bramsche zugelaufen. Da es auch Katzenfreunde sind, haben sie das anfangs schüchterne Tier täglich mit Futter versorgt. Die eigenen Katzen der Familie leben nur im Haus. Damit Lorie Schutz finden konnte, baute der Mann ihr draußen eine Schlafhütte.

 

Seltsamerweise ist Lorie morgens nach dem Fressen immer weggegangen und kam erst abends zurück. Da sie weder verwahrlost, noch völlig ausgehungert schien, dachte die Familie zunächst nicht weiter darüber nach. 

   

Nur aus Sorge, dass die Katze im Frühjahr tragend werden könnte, haben sie dann doch Anfang Januar die Katzenhilfe Bramsche über die zugelaufene Katze informiert. Sie hatten sie bereits ins Herz geschlossen und wollten eigentlich nur wissen, ob sie kastriert ist. Schnell stellten wir fest, dass Lorie nicht nur kastriert, sondern auch gechipt ist.




Lories Ankunft bei der Katzenhilfe Bramsche

 


 

Bei TASSO teilte man uns mit, dass sie Lorie heißt, aus Wallenhorst kommt und dort seit dem 5. Januar 2014 vermisst wird.

 

Als der Anruf von TASSO kam, konnte ihr Frauchen nicht glauben, dass es sich tatsächlich um ihr Tier handelte. Sie konnte kaum fassen, dass ihre Lorie noch lebt und sich sogar bester Gesundheit erfreut. Sie dachte, kann das wirklich sein, so was gibt es doch nur bei anderen.




Lorie in der Pflegestelle
 

 

 

 

Überglücklich holte sie ihre geliebte Katze in der Pflegestelle der Katzenhilfe Bramsche ab. Dabei erzählte sie uns:

Am 5. Januar 2014 ist Lorie zusammen mit ihrem Bruder Jasper rausgegangen und beide Katzen sind am Morgen nicht nach Hause zurückgekommen. Ihr Frauchen hat alles abgesucht und mit Unterstützung von TASSO eine große Suchaktion gestartet. Alles vergebens. Die beiden blieben verschwunden. Zuerst war der Schmerz endlos und nur nach und nach fand sie sich mit dem Verlust ab. Ganz losgelassen haben die beiden Tiere sie jedoch nie. Wenn sie nur wüsste, was ihnen zugestoßen war und warum sie beide zusammen in der Nacht verschwunden sind.

Abschließend sagte sie, wenn ich jetzt noch wüsste, dass es Jasper auch gut geht. Wenn Lorie nur erzählen könnte.

 

Lorie hat ihr altes Zuhause in Wallenhorst sofort angenommen und gleich so getan, als wäre sie nie fort gewesen.




Endlich wieder Zuhause!

 

Wie gut, dass sie gechipt und bei TASSO registriert war. Nur so konnte sie heimkehren.

Lories wunderbare Heimkehr hat uns sehr berührt.

 

                                                                        




Familie Meyer aus Osnabrück schließt ihren geliebten Kater Cindy überglücklich in die Arme

            

Am 15.9.2016 meldete uns eine Firma in Bramsche eine zugelaufene Katze, die unbedingt ins Pförtnerhaus wollte und sich nicht abweisen ließ.

Maria Farin, von Katzenhilfe Bramsche eV., holte das Fundtier, einen wunderschönen rot getigerten Kater mit weißen Pfötchen, weißem Latz und einem kleinen weißen Fleck auf der Nase, bei der Firma ab.

Der kastrierte Kater wurde von ihr gleich in der Tierarztpraxis vorgestellt. Da er eine Verletzung im Ohr hatte, reagierte er auf Berührungen äußerst heftig und ließ es nicht zu, dass man ihn dort weiter anfasste. So sahen wir eine Tätowierung im Ohr, konnten diese aber nicht entziffern. Er bekam Medikamente, damit die Verletzung im Ohr heilt.

In der Pflegestelle der Katzenhilfe Bramsche fühlte sich das Tier gleich recht wohl, es fraß gut und war der liebste Kater, solange ihn niemand am Ohr berührte.

Inzwischen wurde eine Zeitungsanzeige in den Osnabrücker Nachrichten aufgegeben, und in Bramsche wurden von uns Flyer mit einem Bild von ihm ausgehängt. Obwohl einige Anrufe von Menschen eingingen, die einen roten Kater vermissen, waren die Besitzer nicht dabei.

Eine Woche später wurde er erneut in der Tierarztpraxis Dr. Kästner vorgestellt. Jetzt ließ er sich, wenn auch nur äußerst widerwillig, genauer ins Ohr schauen, und die Tätowierung konnte gelesen werden. Nachfragen beim Haustierregister TASSO ergaben, dass er dort leider nicht eingetragen war.

Dennoch gab uns TASSO den entscheidenden Hinweis, dass die Tierarztpraxis Dr. Ladig in Osnabrück mit den von uns genannten Buchstaben OSL tätowiert. Die Tierarztpraxis Dr. Ladig, in der der  Kater kastriert und tätowiert wurde, informierte umgehend den Besitzer. Gleichzeitig sagte man uns „oh ja der Cindy, der ist nicht ohne“.

Die Familie meldete sich gleich bei der Katzenhilfe Bramsche und staunte nicht schlecht, dass ihr vermisster und so geliebter Kater sich in unserer Obhut in Bramsche befand.

Und sein Frauchen berichtete: „Unser Kater Cindy lebt seit der 7. Lebenswoche bei uns. Inzwischen ist er 13 Jahre alt. Im Laufe seines Lebens war er schon des Öfteren unterwegs und manches Mal musste er abgeholt werden. Schon als junger Kater stieg er in Autos und nutzte „Mitfahrgelegenheiten“.

Dass er in Bramsche sein könnte, daran haben wir im Traum nicht gedacht. Erst gestern noch haben wir wieder lange nach ihm gesucht, weil uns eine Nachbarin erzählte, sie hätte unseren Kater auf ihrer Mauer sitzen sehen. So dachten wir immer noch, dass Cindy ganz in unserer Nähe ist.“

Wie er nun wirklich nach Bramsche in die Engterstraße gekommen ist, bleibt wohl sein Geheimnis.

Auf unsere telefonische Anfrage am Tag nach der Abholung erzählte Cindys Frauchen: „Er hat sich, als wir Zuhause angekommen waren, benommen, als wenn er nie weg gewesen wäre und sich völlig entspannt sein Fellchen bürsten lassen. Jetzt ist er bereits wieder draußen und macht einen Ausflug. Hoffentlich kommt er gleich wieder heim.“


Cindy grübelnd in der Pflegestelle: Wo bleibt eigentlich meine Familie?
 

Die Geschichte, die für diesen Kater am Ende so glücklich ausging, zeigt wieder, wie wichtig die Kennzeichnung und auch die kostenlose Registrierung für die Tiere sind.

TASSO e.V. ist Europas größtes Haustierregister (Rückvermittlung von rund 60.500 Tieren im Jahr!). Die Registrierung der Tiere ist einfach und kostenlos. Die Chance, über TASSO e.V. wieder nach Hause zu kommen, ist riesig. 

Ohne die Tätowierung und den entscheidenden Tipp von TASSO wäre Cindy vermutlich nicht wieder ins 18 km entfernte Zuhause zurückgekehrt.

Vielen Dank TASSO! 

NS. Cindy ist jetzt natürlich auch bei TASSO registriert.

Beim nächsten Tierarztbesuch wird Frauchen ihren geliebten „Rumtreiber“ auch noch  chippen  lassen. „Doppelt ist sicherer, denn man weiß bei Cindy ja nie“, sagt sie und lacht.

(Fotos Katzenhilfe Bramsche)








 

Weg gegangen – Platz vergangen

Die Geschichte von Tobi, der in Bramsche am Mittellandkanal gefunden wurde, ging uns ganz besonders nahe.

Wir erhielten die Nachricht, dass bei einem Haus in der Hemker Straße ein kleiner Kater zugelaufen ist. Die Familie nahm sich seiner an und versorgte ihn liebevoll. Die Kinder kauften von ihrem Taschengeld Futter und die Familie dachte darüber nach, den kleinen süßen Kater zu behalten, wenn der Besitzer nicht gefunden wird.

Die Katzenhilfe Bramsche schaltete Suchanzeigen in der Zeitung und hängte Flyer aus.

Weitere Besuche zeigten uns, dass es dem Kater sehr gut ging und deshalb ließen wir ihn bei der neuen Familie.

Einige Zeit später meldete sich der alte Besitzer und wollte sein entlaufenes Tier zurückholen.

Als wir die Familie informierten, sagte man uns traurig, dass der Kater 2 Tage zuvor entlaufen ist und dass sie ihn schon ganz verzweifelt suchen.

Er war erst 4 Monate alt und blieb verschwunden.

Einige Monate später rief uns eine Frau an und berichtete, dass ihr ein Kater zugelaufen sei. Sie erzählte, dass er sehr abgemagert sei und bei ihr immer um Futter bettelt. Sie versorgte ihn wohl schon seit Tagen, könne ihn aber nicht bei sich behalten.

Wir haben den Kater abgeholt und in unsere Pflegestelle gebracht. Als wir mit dem Tier dort ankamen, sagte die Kollegin: „diesen Kater kenne ich doch“. Der Abgleich mit den Bildern und das Verhalten des Tieres waren eindeutig. Das ist der entlaufene Kater aus der Hemker Straße.

Tobi müde und erschöpft bei seiner Ankunft in der Pflegestelle

 

Freudig riefen wir noch am gleichen Abend bei den alten Besitzern an. Sie konnten leider erst am nächsten Nachmittag kommen und unsere große Freude gar nicht teilen.

Nur halbherzig guckten sie das liebe Tier an und sagten uns dann, dass sein Platz bereits neu vergeben ist. Ungläubig schauten wir die Dame an als sie uns sagte: „Es bleibt dabei, mein Herz sagt nein“.

Wir haben den geschwächten Kater in unserer Obhut behalten und sofort ganz in unser Herz geschlossen. Wir ließen ihn zunächst tierärztlich versorgen und dann auch kastrieren und chipen.

Noch ehe er richtig von uns aufgepäppelt werden konnte, hatten wir schon ein sehr schönes Zuhause für ihn gefunden. Eine Familie, die eigentlich ein Katzenbaby suchte, fand die Geschichte von dem zurückgewiesenen Kater so traurig, dass sie ihn sofort zu sich nehmen wollte.

Immer wieder erreichten uns Nachrichten und Bilder von diesem lieben Kater. Nach der Eingewöhnungsphase bekam Tobi Freigang.

Schon einige Zeit später durfte auch der kleine Kater Snoopy bei der Familie einziehen.

Snoopy ist auch ein Fundtier. Er wurde im Alter von ca. 6 Wochen auf dem Parkplatz eines Autobahnzubringers gefunden und der Katzenhilfe Bramsche übergeben.


Tobi und Snoopy in ihrem neuen Zuhause
 

Die neuen Besitzer lieben ihre beiden Tiere über alles.

Inzwischen haben sie in ihrem großen Haus auch einen Raum als Pflegestelle für Katzen eingerichtet. Sie unterstützen unsere Arbeit sehr. Kleine Kätzchen oder Fundtiere dürfen nun auch vorübergehend bei ihnen einziehen. Sie werden von ihnen so lange liebevoll umsorgt, bis wir ein neues Zuhause für sie gefunden haben.

 

 

 

 

 

 

Unser vermittelter Kater Tommy hat uns am 11.04.2016 seine Lebensgeschichte geschrieben. Wir waren sehr gerührt und freuen uns, dass wir diese veröffentlichen dürfen.

Hier bin ich zu Hause und endlich angekommen

 

Hallo,

mein Name ist Tommy, ich bin ein grau-schwarz getigerter Kater und habe im vergangenen Frühling das Licht der Welt erblickt.

Die ersten Monate waren für mich und meine Geschwister sehr aufregend. Die erste Zeit lebten wir auf einem Hof bis unsere Truppe eines Tages plötzlich an einen anderen, völlig unbekannten Ort gebracht wurde. Natürlich waren wir am Anfang sehr ängstlich und wussten nicht was auf einmal passiert und wo wir waren. Doch wir merkten schnell, dass alles gut ist und wir uns nicht zu fürchten brauchten. Wir hatten ein warmes Plätzchen bei Frau Hilker von der Bramscher Katzenhilfe, wurden von ihr gefüttert und gestreichelt. Sie war sehr lieb und gutherzig zu uns. Ich sonnte mich in ihren Streicheleinheiten und wurde auch etwas mutiger. Ich muss an dieser Stelle sagen, dass ich von Natur aus eher zurückhaltend und vielleicht ein wenig ängstlich bin. Auch meine Geschwister haben mich manchmal ein wenig gemobbt aber das war ok, die  wollten bestimmt nur spielen und ich habe das falsch verstanden.

So gingen einige Tage und Wochen ins Land und wir wurden größer und erwachsener, tollten herum, und sogar draußen durften wir einiges erkunden.
Eine Sache war jedoch ganz komisch. Unsere Truppe wurde immer kleiner. Jedes Mal wenn ich fremde Stimmen kommen hörte und ich selbige dann wieder gehen hörte war einer meiner Geschwister plötzlich weg. Das machte mich traurig, schließlich gehörten wir doch zusammen und ich wusste ja auch nicht wer das ist und warum die einfach ein Familienmitglied wegnehmen.

Ich wusste genau, sowas wird MIR nicht passieren. Ich lasse mich nicht einfach entführen!
Also versteckte ich mich einfach jedes Mal wenn ich fremde Stimme hörte dort, wo mich niemand sehen konnte.

Eines Tages, der Winter war gerade fast vorbei, packte mich meine Menschenmami und steckte mich in eine Tasche. Ich wusste nicht wie mir geschah und ich hatte große Angst.
Sie setzte mich ins Auto und wir fuhren los, hielten an einem Haus, gingen rein und ich wurde samt Tasche auf einen Tisch gestellt. Mein Herz raste, ich hatte Panik und wollte nach Hause.
Dann kam jemand in einem Kittel, sprach etwas von Kastration und Tattoo und ich merkte plötzlich einen Pieks, wurde müde und schlief ein.

Ich war noch ganz benommen als ich die Stimme von Mama Hilker hörte. Die Tatsache, dass ich noch lebte und ihre Stimme hörte beruhigte mich etwas. Zum Glück fuhren wir auch wieder nach Hause.
Doch irgendetwas war anders, ich durfte nicht aus der Tasche raus, aber nagut, vielleicht war das auch besser so, der Tag war anstrengend genug.
Es war gerade Mittagszeit und plötzlich klingelte es und da kam eine fremde Stimme. Ich wollte mich wieder verstecken doch merkte, dass ich nicht aus der Tasche raus konnte. „Nagut“, dachte ich, wenn ich keinen Pieps von mir gebe, vielleicht entdeckt mich dann auch keiner.

Doch da lag ich wohl falsch. Ich hörte schon im besorgten Klangfall der Stimme von Mama Hilker, dass jetzt wohl ich es bin, der einfach mitgenommen wird. Plötzlich merkte ich, wie die Tasche in der ich saß getragen wurde und wir in Richtung Haustür gingen. Dann ging eine Autotür auf, ich wurde abgestellt und die Türe wieder zu gemacht. Auf der anderen Seite stieg der Entführer ein, startete den Wagen und wir fuhren los.
Ich hörte nur das Motorengeräusch und den Wind, der am Auto vorbeipfiff. Mein Herz raste und die Augen waren groß wie Eulen.
Immer mal wieder hat der Entführer mit mir gesprochen, seine Stimme war ruhig und sanft und gar nicht so furchteinflößend aber dennoch wusste ich, dass etwas einschneidendes passieren wird.

Nach einer knappen halben Stunde parkte der Entführer den Wagen und nahm mich mit.
Wir kamen in einen Raum und er stellte mich ab. Für fünf Minuten ließ er mich dort stehen und ich schaute mich um um zu planen wie ich gleich flüchten kann. Als er wieder kam, öffnete er langsam den Reißverschluss und setzte sich neben die Tasche. Ich blieb drin, erstarrt vor der Angst und bewegte mich keinen Millimeter. Der Entführer ging wieder aus dem Raum.
Das war meine Chance! Schnell aus der Tasche gehüpft und ab unter das Sofa. Hier blieb ich dann, wohlwissend wie gut ich mich verstecken kann und ruhte mich erst einmal aus.

Nach zwei Nächten und als alles ganz ruhig war traute ich mich heraus denn ich muss gestehen ich hatte Hunger, Durst und musste dringend ein Geschäft verrichten. Das alles tat ich. Zum Glück habe ich in einer Schale frisches Wasser und in einer Anderen leckeren Thunfisch gefunden. Das war ein Festschmaus! Als ich mich dann gesättigt wieder in mein Versteck begab fing ich an nachzudenken.
Mir schossen tausende Fragen durch den Kopf. Wo bin ich, was kommt auf mich zu, wer ist das, was wollen die von mir, was ist mit meinen Geschwistern und Mama Hilker und warum zum Teufel war das Essen gerade so verdammt lecker. In meinen Gedanken schlief ich ein und nahm mir vor dem ganzen eine Chance zu geben weil ich denke so richtige Entführer sind es doch nicht.

Tag für Tag bewies ich mehr Mut, traute mich Wege die ich sonst nur gegangen bin wenn alles schlief. Ich saß dann auch immer gerne auf der Fensterbank und schaute nach draußen oder die zwei Menschen an die auf der Couch saßen.

Dann eines Tages roch ich plötzlich etwas einzigartiges, etwas, was ich vorher noch nie gerochen hatte und mir lief das Wasser im Munde zusammen. Ich konnte nicht an mir halten und stellte mich vor den Menschen. Er schaute mich an und sagte: „Na, riechst du das Hünchen und möchtest auch einen bissen?“ „Miau..“ sagte ich und rieb mein Kopf an seinem Bein. Das in mir die Angst und Schüchternheit wohnte vergaß ich für eine kurze Zeit. Er hielt mir ein Stück hin und ich verdrückte es. Ab diesem Moment wusste ich, dass hier für mich gesorgt wird und ich wollte mich bedanken nachdem ich ein paar Stücke vom Hühnchen bekam. Ich hielt ihm meinen Kopf hin und er streichelte mich und ich kann euch sagen, das kann er. Zwar sprechen wir nicht dieselbe Sprache aber ich habe das Gefühl, dass er ganz genau weiß was er tut, dass er aber auch weiß wann genug ist. So langsam verstehe ich auch was er will wenn er mit mir spricht.

Es ist jetzt eine Weile her, dass ich hier Lebe und meine anfänglichen Ängste waren völlig unbegründet. Ich habe hier alles was ich brauche, fühle mich wohl und erfahre ganz viel Wärme und Liebe. Hier mobbt mich niemand, alles ist meins und mein Fressen muss ich nicht teilen.
Das tägliche Spielen mit den Beiden ist –neben dem Fressen- mein absolutes Highlight. Da geht’s über Tische, Betten, Bänke und durch alle Räume. Ich kann mich anpirschen, herumrollen und –springen und das alles so lange bis ich hechelnd und total ausgepowert auf dem Boden liege.
Danach einen Schluck trinken, ab auf die Couch und gestreichelt werden. Das ist ein Leben sag ich euch!

Vor ein paar Tagen haben meine beiden Menschen dann die Tür zur Terrasse aufgemacht und sind mit mir an die frische Luft gegangen. Nach einigem Zögern habe ich mich dann entschlossen diese zu erkunden wobei ich aber bei unbekannten Geräuschen immer wieder aufgeschrocken und ins Haus gerannt bin. Ich denke wenn ich erstmal alles erkundet habe, werde ich hier der König im Revier sein, aber bis dahin wird noch einige Zeit vergehen. Ich merke wie das Wetter besser wird und liebe es mich in der Sonne zu baden.

Jetzt wo etwas Zeit vergangen ist fühle ich mich hier richtig zu Hause und muss sagen, dass ich einen tollen Platz gefunden habe der mir alles bietet was ich brauche und noch viel mehr. Ich hoffe nur, dass es meinen Geschwistern auch so ergangen ist. Hoffentlich denkt Frau Hilker auch manchmal noch an mich denn ich möchte das sie weiß, das alles gut ist und ich ihr dankbar bin für alles was sie für mich und meine Familie getan hat und dass sie so ein schönes zu Hause für mich gefunden hat. Wer weiß, vielleicht kommt sie mich ja eines Tages besuchen, ich würde mich freuen denn dann könnte Sie sehen wie toll ich mich entwickelt habe.

Mein neuer Papa macht manchmal Bilder von mir. Er meinte es wäre doch toll, wenn wir diese mitschicken könnten. Deshalb haben wir die in diesen Brief dazu getan. Schaut mal her….

                                                   

 

 

  
          

 

 

 

 

 

Lotti steht nach 6 langen Wochen wieder vor der Tür

Im Sommer 2015 rief Frauchen verzweifelt bei der Katzenhilfe Bramsche an.

„Unsere Lotti ist weg.

Sie hatte mittags einen Rundgang im Garten gemacht. Es war ein schöner Tag und die Nachbarn arbeiteten in ihren Gärten.

Da Lotti sich nie weit vom Haus entfernte, machten wir uns keine Sorgen.

Als wir etwas später nach ihr Ausschau hielten, war unsere Lotti nicht mehr auffindbar.“

 

Als sie auch in der Nacht und an den folgenden Tagen nicht heimkehrte, starteten sie eine große Suchaktion.

Sie fragten bei den Nachbarn, setzten eine Vermisstenanzeige in die Zeitung und hängten unzählige Flyer mit einem Bild von Lotti in der Umgebung auf.

Gleichzeitig wurde Lotti, die gechipt war, bei TASSO vermisst gemeldet.

 

Die Katzenhilfe informierte die Tierheime und die Tierärzte in der Umgebung und unterstützte die Familie bei der Suche so gut es ging.

Die Familie hatte kaum noch Hoffnung, ihre Lotti schien verloren.

Dann nach endlosen Wochen des Wartens hörte Frauchen ein Maunzen.

Sie erschreckte sich sehr und dachte, unsere Lotti ist doch weg, welche Katze ruft jetzt an unserer Tür.

 

Nach scheinbar endloser Zeit des Wartens stand Lotti laut maunzend Zuhause vor der Terrassentür.

 

Weinend vor Glück schloss Frauchen ihr abgemagertes Tier wieder in die Arme.

 

Dann rief sie bei der Katzenhilfe an und erzählte uns von ihrem großen Glück.

 

 

Heimkehrer Lotti

 

 

 

 

 

 

Wir sind entsetzt: "Aussetzen oder besser gleich hier erledigen?"

 

 

"Soll ich sie irgendwo hinfahren oder soll ich es gleich hier erledigen?

Wenn sie jetzt nicht abgeholt wird, gehe ich einen dieser Wege."

 

Dabei hat die schöne, handzahme Katze niemandem etwas getan. Sicherlich fing sie Mäuse und Ratten und legte diese leider auch zu Hause vor die Tür. Das war wohl zu viel.

 

Aber nun die Geschichte von vorne. Mehrere Jahre lebte diese Katze mit Frauchen in Frieden.

Dann verkaufte Frauchen ihr Haus und verschenkte ihre schöne Katze an einen entfernten Nachbarn.

Nach kurzer Zeit, Frauchen war schon ausgezogen, kehrte die Katze zum Haus zurück. Zweimal wurde sie von ihrem neuen Besitzer abgeholt und zweimal kehrte sie wieder heim.

 

Dann gab der entfernte Nachbar auf und überließ die Katze sich selbst.

Doch ihr altes Revier sollte nicht mehr ihr Zuhause sein. Wie sollte diese arme Katze das verstehen, wenn wir Menschen es selbst kaum fassen können.

 

Da sie auch sehr zutraulich war, bekam sie von ihrem neuen Frauchen auch mal Futter und einen Schlafplatz im Stall. Alles war scheinbar gut, doch von Zuneigung und Katzenliebe beim neuen Herrchen keine Spur.

 

Wütend rief der Mann an verschiedenen Stellen des Tierschutzes an. Tierheime und Tierschutzvereine, die er erreichte, versuchten ihn zu beruhigen. Aber das gelang nicht. Dann kam der Anruf bei der Katzenhilfe Bramsche an. Wütend schrie der Mann ins Telefon: „Diese Katze muss hier weg und zwar auf der Stelle. Sonst nehme ich das selbst in die Hand.“

                                                                                                                     

Sehr schnell war uns klar, da meint es jemand ernst. Hier war mit Worten nichts mehr zu machen.

 

Als wir das Haus aufsuchten, wurden wir zu einer sehr schönen Katze geführt, die ganz entspannt im Stall lag und schlief. Wir trafen auf ein handzahmes, wunderschönes Tier, das uns entgegenkam und schmusen wollte.  Aber leider auch, wie befürchtet, auf einen wütenden Menschen, der uns deutlich erzählte, wie er handeln würde, wenn die Katze nicht auf der Stelle mitgenommen wird.

 

Als wir nicht gleich darauf eingingen, machte er den Vorschlag, dass wir die Katze zum Tierarzt bringen sollen, um zu gucken ob sie kastriert und gesund ist, da kleine Kinder im Haus leben. Hierin sahen wir einen Weg zu unterstützen und stimmten zu. Am Ende wollten wir dann bei der Vermittlung der Katze behilflich sein.

 

Mit der Katze am Auto angekommen, hat uns der Mann dann gesagt, wenn d i e wieder zurückgebracht wird, nimmt er das Problem selbst in die Hand. Er würde sie irgendwo aussetzen oder es besser gleich hier an dieser Stelle erledigen.

 

Wir haben sofort erkannt, das ist eine ernstgemeinte Drohung. Wenn wir diese Katze  jetzt zurücklassen, ist sie in großer Gefahr.

 

Die Untersuchung beim Tierarzt hat ergeben, dass diese schöne Halbedelkatze in einem guten Gesundheitszustand ist. Sie erhielt eine Parasitenbehandlung und wir nahmen sie mit zu uns in die Pflegestelle.

Hier war sie erstmal in Sicherheit vor diesem Menschen.

 

Jetzt suchen wir für sie ein neues Zuhause mit Freigang. Ein Zuhause, wo sie sich vor den Menschen, mit denen sie lebt, nicht mehr fürchten muss.

 

Wir haben sehr schnell ein ganz wunderbares Zuhause für Saba gefunden.

 

 

 

 

 

 

Katzenhilfe vermittelt auch Flugobjekte - die Geschichte der Taube Rudi

 

Ich bin Rudi und würde euch gerne erzählen, was ich unglaubliches erlebt habe. Ihr werdet staunen, wenn ihr das hört! Ich komme aus Holland und bin Anfang 2014 geschlüpft. Nun wohne ich in Deutschland, und das kam so:

Es war an einem Freitag. Eigentlich wollte ich mir nur einen schönen Tag machen und ein paar Runden fliegen. Aber da hatte ich falsch gedacht. Bevor ich mich versah, saß ich in einer Box, und los ging die Reise mit dem LKW.

Nach langer Fahrt wurde ich einfach rausgeschmissen und musste sehen, wie ich klar komme. Dabei bin ich doch noch so jung und unerfahren!

Zuerst klappte es ganz gut. Ich glaube, ich hatte die richtige Flugrichtung nach Hause gefunden, doch dann kam ich in ein Unwetter. Es stürmte, hagelte und goss wie aus Kübeln. Ich wurde immer schwächer und konnte bald schon nicht mehr fliegen. Außerdem bekam ich langsam Hunger. Oh je, warum haben sie mich einfach so weit weg gebracht? Ich verstand das gar nicht.

Als ich endlich ein ruhiges Plätzchen gefunden hatte, wo ich mich ausruhen konnte, kam einer dieser Zweibeiner ganz langsam auf mich zu. Ich fragte mich nur, was die denn jetzt wohl von mir wollte. Ich wollte mich doch nur ausruhen und hatte nichts Böses im Sinn.

Und dann saß ich plötzlich wieder in einer Box und ahnte nichts Gutes. Aber was war das? Ich bekam Futter und Wasser! Das war wirklich nett von dem Zweibeiner.

So vergingen zwei Tage und es ging mir langsam wieder besser. Am dritten Tag kam der Zeibeiner zu mir und sagte: "So liebe Taube, nun flieg mal schön nach Hause." Ok dachte ich mir, drehte einige Runden, und ab ging es in Richtung Heimat.

Während ich so flog und das Wetter wieder saukalt und nass wurde, beschloss ich, einfach umzudrehen und in meine neue Wahlheimat zurück zu fliegen.

Pünktlich zum Abendessen war ich wieder zu Hause.

In der darauf folgenden Zeit versuchte ich, die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen. Auch meine Papiere aus Holland brauchte ich noch. Aber der nette Zweibeiner regelte das mit meinem alten Zuhause.

Nun denkt ihr sicher, 'Ende gut, alles gut'! Leider nicht, denn ich musste einen anderen Platz für mich suchen. Bei dem netten Zweibeiner konnte ich leider nicht für immer bleiben. Schließlich brauchte ich ja auch Gesellschaft, denn wer ist schon gern allein?

Ein Glück, dass meine Pflegemama sich auch so viel um Katzen kümmert. So kam es, dass ein Katzenfreund, der einen kleinen Vierbeiner bei ich aufnehmen wollte, sich stattdessen für mich entschied. Er hatte nämlich auch einen Taubenschlag. So wurde ich bald umgesiedelt, und als ich endlich angekommen war, habe ich sofort meinen Dienst quittiert. Nie wieder möchte ich mein neues Nest verlassen. Mein neuer Besitzer hat mir den Namen 'Goldtäubchen' gegeben.

Endlich bin ich angekommen!

 

 

 

 

 

Aus Pissi wurde Heimi

Es war Ende Februar 2014, als eine Frau, die auch eigene Katzen hat, bei  der Katzenhilfe Bramsche anrief.

Wir kannten uns und sie bat uns dringend zu kommen. Sie erzählte: "Bei uns ist eine  Katze zugelaufen und die muss hier weg. Die hat richtige Anfälle und springt zwischendurch wie wild herum.  Dabei pinkelt sie überall hin, auch über alle Futternäpfe. Unsere Katzen mögen nicht mehr fressen. Hier ist inzwischen alles vollgepinkelt und es stinkt. Bitte helfen Sie, diese Katze muss weg."

Genau wie sie es berichtet hatte, fand unsere Kollegin es auch vor.

Es war ein unkastrierter Kater und er war äußerst menschenscheu.  Er wirkte verwahrlost und die Strapazen eines schweren Lebens  waren ihm deutlich anzusehen.  Er musste dringend zum Tierarzt.

Da man sich ihm so nicht nähern konnte, versuchte es unsere Kollegin eine Woche lang mit der Katzenfalle. Aber Pissi, wie ihn die Hauherrin nannte, war sehr schlau. Nun versuchte die Kollegin es mit einer riesigen Transportbox auf der Terrasse. Immer wieder stellte sie pünktlich zur Fütterungszeit Näpfe mit Forellenfilet, Schinkenwurst und anderen Leckereien in die  große Box.

Die eigenen Katzen gingen in der Box ein und aus und Pissi beobachtete sie genau. Wieder verstrichen so ein paar Tage und dann hielt es der Kater nicht mehr aus. Er wollte auch etwas  davon abhaben und ging vorsichtig in die Box. Zunächst ließ er die Hinterbeine draußen, streckte sich lang und angelte so ein paar Stücke. Als er nach mehreren Versuchen merkte, dass scheinbar nichts passiert,  wurde er für einen Moment leichtsinnig und marschierte bis zum Ende der Box. Blitzschnell schloss sich hinter ihm die Tür.

Er wurde sofort zum Tierarzt gebracht. In Narkose wurde er gründlich untersucht. Er war übersät mit Parasiten, insbesondere waren es Haarlinge,  die ihm wohl schon lange die Hölle bereiteten. Sie verursachen starken Juckreiz. Er wurde sorgfältig verarztet, kastriert, tätowiert und wegen der Wunden, die er sich durch den Haarlingsbefall selbst zugefügt hatte, mit Langzeitantibiotika versorgt.

Doch wo nun hin mit ihm, zurück durfte er nicht. Schweren Herzens siedelten wir ihn um. Doch Pissi, der scheue, wildlebende Kater ergriff die erstbeste Gelegenheit und verschwand.

Immer wieder mal dachten wir an ihn, ob er es wohl geschafft hat und ob er wohl noch lebt.  

Im Sommer rief die Dame wieder bei uns an und meldete uns eine zugelaufene Katze. Die Katze sähe, wie sie sagte, sehr gut aus, sie sei weiß/grau/getigert, habe weiße Stiefelchen und sei leider sehr scheu. Bestimmt vermisse sie jemand.

Als unsere Kollegin ankam und die Katze sah, musste sie lachen. Sie erkannte ihn sofort und die Tätowierung  blitzte in den Ohren. Das war unverkennbar Pissi.

Nach 4 Monaten und 28 Tagen ist er an die Stelle zurückgekehrt, die er sich schon einmal selbst ausgesucht hatte.

Wo mag er die ganzen Monate gewesen sein und wie hat er wohl die 10 Kilometer zwischen Futterstelle und dem selbst gewählten Zuhause zurückgefunden?

Die Dame sagte, nun da er nichts mehr vollpinkelt, dürfe er bei ihnen bleiben. Er sollte auch nicht mehr Pissi genannt werden. Er heißt jetzt Heimi (Heimkehrer) und ist willkommen.

Unsere Kollegin  machte von diesem schüchternen Kater, der sie keine Sekunde aus den Augen ließ, noch ein Foto und fuhr dann nachdenklich und glücklich zugleich, nach Hause.

Aus Pissi wurde Heimi und wenn ihn niemand vermisst, darf er für immer bleiben.

 

 

 

 

Katzenmutter hatte Findus wohl einfach bei der Geburt verloren

Katzenhilfe Bramsche nahm 3 Std. altes Baby in die Pflegestelle

Es sollte nur ein kleiner Fahrradausflug am Abend des 17. Juni 2014 werden und dann traute Frau Semmler  ihren Augen nicht.  Auf dem Bürgersteig  in Bramsche/Hesepe lag ein ganz winziges Katzenbaby. Es lebte. Sie wartete ab, ob die Katzenmutter irgendwo in der Nähe war. Als sich auch nach einiger Zeit immer noch nichts tat, nahm sie das kleine Wesen behutsam auf und brachte es schnell nach Hause.

Das Katzenbaby  war so klein und Frau Semmler wusste,  das wird schwierig. Hier ist professionelle Hilfe nötig. Sie informierte die Katzenhilfe Bramsche e.V. und dann ging alles ganz flott.

Das Baby wurde abgeholt und wie immer in die Tierarztpraxis Dr. Kästner in Bramsche gebracht. Frau Dr. Kästner übernahm sogleich die Erstversorgung von Findus. Sie untersuchte ihn, kürzte seine Nabelschnur und befreite ihn von vielen Fliegeneiern. Sein Lebensalter  schätzte sie auf ca. 3 Stunden.  Vermutlich hatte ihn seine Mutter beim Laufen verloren und ließ ihn unversorgt zurück.

Auf dem  Untersuchungstisch war der Kleine recht rege und Frau Dr. Kästner  bescheinigte ihm eine gute Überlebenschance.

An dieser Stelle einmal ein ganz herzliches Dankeschön an die Tierarztpraxis Dr. Kästner.  Danke, dass Sie immer für unsere kleinen und großen Notfälle da sind.

Dann ging es eiligen Schrittes weiter,  denn es war  höchste Zeit für seine erste Flasche.

Unsere Kollegin Konni, aus der Flaschenaufzuchtstelle, war bereits informiert und machte sich umgehend, samt Wärmebettchen, auf den Weg. Wir fuhren ihr entgegen und auf halbem Wege wurde ihr Findus übergeben. Und jetzt ging es direkten Weges zur Nahrungsaufnahme.

Es gab feinste Biestmilch und, um Kot und Urin abzusetzen, eine entspannende Bauchmassage. Dann kam für eine Stunde der erlösende Schlaf.

Findus war in Obhut und der Wettlauf mit der Zeit schien gewonnen.

Von seiner Ersatzmama, in unserer Pflegestelle, wurde er in den ersten zwei Tagen stündlich Tag und Nacht gefüttert. Als es ihm besser ging, wurde er dann alle 3 Stunden versorgt. Er nahm gut zu und wurde von Tag zu Tag munterer.

Um in diese Welt zu sehen, öffnete Findus genau am 10. Tag vorsichtig ein Auge, und um alles noch besser sehen zu können, öffnete er am nächsten Tag mutig Auge Nr. 2.

Im Alter von 6 Wochen wog Findus bereits 700 Gramm, konnte herrlich laut schnurren, aber auch schon sehr gut fauchen.

Er lernte in der Pflegestelle kleine und große Hunde kennen und spielte mit ihnen.

Für  Familie Semmler  war sofort klar, den behalten wir. Sie haben über den gesamten Zeitraum engen Kontakt zur Pflegestelle gehalten und erhielten immer wieder Bilder, Videos und kleine Berichte von Findus.

Am 16. August  2014 wurde Findus in die Hände, die ihn vor 2 Monaten behutsam vom Bürgersteig aufgehoben haben,  zurückgegeben. Bei der Übergabe wog er stolze 1.000 Gramm.

Auch von den zwei großen Katzen, die bei Familie Semmler Zuhause sind, wurde Findus bereits sehnsüchtig erwartet.

Sicherlich werden sie dem kleinen, von der Ersatzmama verwöhnten Frechdachs, erst mal ein paar Katzenmanieren beibringen, um ihn dann, auf seinem Weg, ein ganz großer  zu werden, zu begleiten.

Die Katzenhilfe Bramsche und insbesondere seine Ersatzmama Konni aus unserer Pflegestelle, wünschen Findus ein ganz feines Katzenleben in seinem Zuhause bei Familie Semmler.